Veranstaltungen

Kinderkirche

 

Mädchenjungschar

 

Kinder- und Jungendbücherei im Gemeindehaus Schalkstetten

 

Posaunenchor

Warum läuten eigentlich die Glocken...

Klar, immer wenn wir gemeinsam Gottesdienst feiern wird jeweils eine Stunde und eine halbe Stunde vor Beginn vorgeläutet, um damit öffentlich jede und jeden zum Gottesdienst einzuladen. Unmittelbar zum Gottesdienstbeginn wird dann mit allen vier Glocken zusammengeläutet. Unsere Gottesdienste beginnen so gesehen nicht erst mit dem Orgelvorspiel, sondern schon mit dem Zusammenläuten: dabei versammelt sich die Gemeinde. Das Glockengeläut ist also ein Stück geistlicher Musik, das alle zu Besinnung ruft, auch diejenigen, die zuhause geblieben sind. 

So weit so gut. Aber nochmals zur Ausgangsfrage: Warum läuten die Glocken auch an Werktagen? Und wann läuten sie? Und welche der 4 Glocken, die auf dem Schalkstetter Turm hängen? 

Da ist die große „Sonntags- und Festtags-Glocke“. Sie erinnert mit ihrem Läuten an Jesu Christi Auferstehung. (1704 wurde sie in Ulm gegossen). 

Die zweite Glocke (gegossen 1960) ruft mit ihrer Aufschrift zum Gebet: „Seid wach allezeit und betet.“ Die Betglocke läutet bei Tagesanbruch um 6 Uhr und zum Mittag um12 Uhr und zum Abend (Vesperläuten) um 18 Uhr. Das Läuten zu diesen Zeiten lädt also ein zum Mit-Einstimmen in das einfache Tageszeitengebet. Während der „Sommerzeit“ ist dieses noch um das Nachtgebet erweitert: Da läutet die Betglocke noch einmal um 20 Uhr. Das Läuten der Betglocke will uns also uns mit ihrem Ruf und Klang dazu einladen, in unserem Alltagsgeschäft innezuhalten…

So verstanden ist das Läuten unserer Glocken an den Werktagen Ausdruck und Einladung sich in evangelischer Spiritualität zu üben.

Außerdem läutet diese Glocke immer mit, wenn im Gottesdienst die Gemeinde das Vaterunser betet. Sie ruft so alle Zuhausegebliebenen zum Mitbeten auf. 

Die Taufglocke (unsere kleinste, aber älteste Glocke mit gotischen Majuskeln, zwischen 1350 und 1400) wird als einzelne nur bei der Taufe geläutet. Mit ihrem Läuten begleitet sie den Taufakt im Gottesdienst und ruft zur Fürbitte für den Täufling auf.

Des weiteren läutet in Schalkstetten werktags noch um 11 Uhr und um 15 Uhr die Kreuzglocke (1960 gegossen). Sie trägt als Aufschirft das Wort Jesu aus dem Johannesevangelium Kapitel 14, Vers 28: “Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“

Die Kreuzglocke läutet zu den Stunden, die nach der biblischen Überlieferung mit dem Leiden und Sterben Jesu am Kreuz verbunden sind:

So läutet bei uns immer um 9 Uhr (3. Stunde: Kreuzigung) die Kreuzglocke als Schiedglocke, wenn ein Gemeindeglied verstorben ist. Sie veranlasst die Gemeinde, betend des Verstorbenen und seiner Angehörigen zu gedenken und mahnt an die eigene Sterbestunde. 

Die Bedeutung des Karfreitags makiert auch das Läuten um 11 Uhr (5. Stunde: „hereinbrechende Finsternis“) und um 15 Uhr (9. Stunde: „Todesstunde Jesu“):

„Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden“ (Römerbrief Kapitel 6,Vers 8).

 Um die Bedeutung der Karwoche und insbesondere des Karfreitags zu unterstreichen, läutet die Kreuzglocke am Karfreitag um 15 Uhr und erinnert damit an die Todesstunde Jesu. Dann werden die Glocken schweigen. –

Bis dann alle Glocken am Ostermorgen die Frohe Botschaft verkünden: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“ (Lukasevangelium Kapitel 24, Vers 6) 

Pfarrer Holger Platz 

findet sich ein schöner Artikel zu den Glocken im Kirchenbezirk Geislingen von Claus Huber, Glockensachverständiger der Württembergischen Landeskirche:„Zeichen christlicher Hoffnung - die Glocken unserer Kirchen“

Berichte

Berichte

...

...

_______________________________________